Curriculum der theoretischen Ausbildung - Zeitplan - Lehrmethode


Curriculum der theoretischen Ausbildung (gemäß der Ausbildungsordnung PsychThG und PsychTh-APrV - Systemische Vertiefung)

Das Curriculum umfasst insgesamt 600 Stunden „Theorie“ (200h Grundkenntnisse, 400h Vertiefte Ausbildung) und 120h Selbsterfahrung.

Die Inhalte im Überblick

  • Geschichte/Grundlagen und klinisch-empirische Befunde zu wissenschaftlich anerkannten psychotherapeutischen Verfahren
  • Grundlagen Krankheitslehre (ICD 10, DSM-R), vertiefende systemische Krankheitslehre sowie Methoden und Erkenntnisse der Psychotherapieforschung
  • Systemische Diagnostik, Anamnese, Indikation, Prognose
  • Symptomspezifisches Wissen – Diagnostik und therapeutische Möglichkeiten
  • Systemische Entwicklung – Das Lebensflussmodell
  • Entwicklungsdynamik über die Lebensspanne, systemische Krisen und Intervention, auch geschlechtsspezifisch
  • Bindung über die Lebensspanne
  • Selbsterfahrung – Beziehungsbotschaften konstruktiv nutzen
  • Systemische Behandlungstechniken - Systemische Skulpturarbeit
  • Prozessbegleitung: Therapeut*innen-Patient*innen-Beziehung im Therapieprozess, Kasuistiken
  • Psychopharmakologisches Wissen für Psychotherapeut*innen
  • Systemische Behandlungstechniken: Ego States, Mentalisieren, Embodiment Techniken
  • Körperorientierte systemische Behandlungstechniken
  • Juristische Kenntnisse für Psychotherapeut*innen; allgemeine, berufsrechtliche und ethische Regeln psychotherapeutischen Verhaltens
  • Ethische Grundlagen
  • systemische Behandlungstechniken speziell für Familien mit Kindern und Jugendliche
  • systemische Behandlungstechniken bei Ambivalenzen
  • Selbsterfahrung – Familienrekonstruktion
  • Systemische Paartherapie-Partner*in-Seminar
  • Systemische Sexualtherapie
  • Systemisches Fallseminar - Systemische Elemente selbst anwenden – Videofeedback
  • Trauma, PTBS, Belastungsstörungen, im systemischen Kontext
  • Krisenintervention, Suizidalität
  • Dokumentation von Behandlungen
  • Methoden und differenzielle Indikationsstellung – Schulen-übergreifendes Wissen
  • Selbsterfahrung, Weiterentwicklung der professionellen Persönlichkeit – Therapie-Live-Sitzungen
  • Metaperspektive – therapeutische Entscheidungen, therapeutische Beziehung im Behandlungsprozess
  • Abschluss, Abschied, Therapieende

Aus allen Seminaren werden kontinuierlich Prüfungsfragen gesammelt und stehen zu Ihrer Verfügung.

Zeitplan

Den Terminplan mit den jeweiligen Jahresterminen der einzelnen Gruppen finden Sie hier.

Lehrmethoden und Vermittlung

Alle Module werden von erfahrenen Dozent*innen, Supervisor*innen und Selbsterfahrungsleiter*innen mit großer Erfahrung und guter Vernetzung in der systemischen Fachwelt geleitet. Der vft ist breit vernetzt, arbeitet überregional und international/interkulturell (u.a. Luxemburg, Mongolei, Slowenien). Die Lerninhalte werden praxis-, lösungs- und ressourcenorientiert entsprechend der Bedürfnisse der Teilnehmer*innen vermittelt. Die Orientierung ist immer die konkrete Therapiepraxis und die Vermittlung praxisrelevanter Inhalte.

Sie lernen unterschiedlichste Methoden, auch in der Vermittlung von Lerninhalten kennen wie beispielsweise Sitzungsdemonstrationen der Ausbilder*innen, Üben in Kleingruppen, Live-Sitzungen und Selbsterfahrung etc. Sie erhalten umfangreiche Handouts und Literaturhinweise.

Zudem bilden Sie selbstorganisierte Intervisiongruppen, in denen Sie die Lerninhalte nacharbeiten.
Wir haben ein festes Curriculum, das Ihnen durch Protokolle und Übergaben der Dozent*innen untereinander wirklich ermöglicht, stringent aufbauend zu lernen.

Lehrbuch für die Praxis

Das passende, maßgeschneiderte Buch zur Ausbildung erscheint im Oktober 2020.



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